„Musik kommt bei den Menschen an“

Wenn Hiltrud Hollenhorst, Renate Münstermann und Cilly Lütke Enking anfangen, von ihren Musikstunden zu erzählen, gibt es kein Halten mehr. Die drei Frauen sind mit Feuereifer bei der Sache. Ehrenamtlich bieten sie dreimal in der Woche die Musikstunden im Marienstift Droste zu Hülshoff an. Und auch die Senioren sind begeistert. Bernhild Diekriede, Leiterin des Sozialdienstes: „Die Musikstunden sind hier der absolute Renner.“
Die drei Havixbeckerinnen singen mit den Bewohnern, lassen sie auf Instrumenten spielen, lesen Gedichte vor und vertonen sie mit den Senioren, spielen ihnen alte Schallplatten vor oder animieren sie zu Sitztänzen. Das kommt so gut an, dass die anfänglich eine einzige in der Woche nicht mehr ausreichte. Jede der Frauen kommt nun an einem anderen Wochentag ins Stift, sodass das Angebot dreimal wöchentlich auf dem Programm steht. Und weil die Musikstunden jeweils in unterschiedlichen Etagen des Hauses stattfinden, haben auch die weniger mobilen Bewohner die Chance, auf kurzem Weg in den Genuss der Musikstunde zu kommen. „Es gibt sogar einige richtige Musik-Touristen“, schmunzelt Renate Münstermann. Die kommen zu jeder Musikstunde, egal auf welcher Etage sie stattfindet.
„Musik kommt bei den Menschen immer an“, weiß ,
die das Angebot initiiert hat. Und Hiltrud Hollenhorst ergänzt: „Man
staunt immer wieder, wie gut die Senioren mitsingen und manche auch den
Takt halten können.“ Und was „ganz nebenbei“ passiert: Erinnerungen
werden geweckt, Gespräche knüpfen sich daran an, die Senioren helfen
sich gegenseitig und lernen voneinander.
Und weil sie so einen Spaß an ihrer Aufgabe haben, haben die drei Frauen
auch jede Menge Ideen. Musikinstrumente wie zum Beispiel eine
Meerestrommel (mit der Brandungsgeräusche imitiert werden können) oder
Klangstäbe, aber auch Liederbücher in ,
ein neuer Plattenspieler und vieles mehr fällt ihnen ein, wenn sie
gefragt werden, was sie sich noch für die Musikstunden wünschen.
„Außerdem gehen wir auf Fortbildungen, um uns über Neuerungen in der
Musikgeragogik zu informieren“, erklärt Hiltrud Hollenhorst. Auch das
kostet Geld.
Da kam Volker Stöppelkamp gerade recht. Der Mitarbeiter der
hatte einen Scheck über 1000 Euro mitgebracht, den die Stiftung der DKM
für die Musikgeragogik im Marienstift ausgeschüttet hatte. „Solche
ehrenamtliche Arbeit finden wir wichtig, und deshalb unterstützen wir
sie.“
Übrigens: Die nächste Idee der drei Frauen steht schon kurz vor ihrer
Umsetzung: Am 11. November (Freitag) wird erstmals zum Tanztee geladen.
Bei Kaffee und Kuchen wird dann das Salonorchester Da Capo im Speisesaal
zum Tanz aufspielen.
